Abschnitt Name Beschreibung
Link/URL Glossar Batterien
Modul I – Lineare vs. zirkuläre Modelle Datei Module 1 - Präsentation

Strategien für den Übergang von Ressourcenabbau zu Regeneration und geschlossenen Kreisläufen

Modul II – Der „R"-Rahmen Datei Modul II – Der „R"-Rahmen

Praktische Anwendungen von Rethink, Reduce, Reuse und Recycle

Modul III – Entwicklung von Business Cases Verzeichnis Modul III – Kapitel 1: Warum Business Cases wichtig sind

Lernziel
Verstehen, warum technische Lösungen allein selten den organisatorischen Wandel vorantreiben.

Geschätzte Lernzeit
45 Minuten

Einleitung
Viele zirkuläre Initiativen scheitern nicht, weil die Technologie unzureichend ist, sondern weil Entscheidungsträger deren Wert nicht klar erkennen können. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert daher, technische Verbesserungen in strategische und finanzielle Ergebnisse zu übersetzen, die für Führungskräfte relevant sind.

Lerninhalte

  • Warum Organisationen investieren
  • Wertschöpfung versus Kostensenkung
  • Zirkularität als Wettbewerbsvorteil
  • Risiko versus Chance
  • Führungsperspektive

Lesen:
Batterie-Beispiele
Battery-as-a-Service (https://initiatives.weforum.org/future-power-system/case-study-details/battery-as-a-service-%28baas%29-and-ev-battery-swapping/aJYTG00000012ar4AA)

Branchenübergreifendes Beispiel
Rolls-Royce – Power by the Hour (https://www.rolls-royce.com/media/our-stories/discover/2017/totalcare.aspx)

Reflexion
Warum würde Ihr CEO eine zirkuläre Investition genehmigen?

Verzeichnis Modul III – Kapitel 2: Zirkuläre Geschäftsmodelle

Lerninhalte
Zirkuläre Geschäftsmodelle ersetzen den traditionellen „Take-Make-Waste"-Ansatz durch ein regeneratives System. Statt Güter nach Gebrauch zu entsorgen, zielen diese Modelle darauf ab, Produkte, Komponenten und Materialien so lange wie möglich mit ihrem höchstmöglichen Wert im Wirtschaftskreislauf zu halten und so das Wirtschaftswachstum vom Verbrauch endlicher Ressourcen zu entkoppeln.

Diese Modelle lassen sich in der Regel folgenden Hauptkategorien zuordnen:

  • Product-as-a-Service (PaaS): Statt ein Produkt zu kaufen, zahlen Kund:innen für Zugang oder Nutzung. Das Unternehmen behält das Eigentum, was es dazu anreizt, langlebige, dauerhafte Produkte zu entwickeln (z. B. Möbelleasing, Abonnements für Kleidungsservices oder Performance Contracting).
  • Produktlebensdauerverlängerung: Unternehmen konzentrieren sich auf Reparatur, Aufrüstung oder Wiederaufbereitung von Produkten, damit diese länger genutzt werden können. Zum Beispiel kann ein Unternehmen generalüberholte Elektronikgeräte verkaufen oder lebenslange Reparaturdienste anbieten.
  • Ressourcenrückgewinnung: Am Ende der Produktlebensdauer werden wertvolle Materialien extrahiert und recycelt, um als Rohstoffe für neue Produktion zu dienen. Rücknahmemodelle oder Reverse Logistics sind Beispiele hierfür.
  • Sharing-Plattformen: Diese Modelle maximieren die Nutzung eines Assets, indem sie mehreren Personen ermöglichen, es gemeinsam zu nutzen oder zu tauschen. Beispiele sind Carsharing oder Werkzeugverleih-Netzwerke.
  • Zirkuläre Inputs: Unternehmen ersetzen traditionelle, knappe Rohstoffe durch erneuerbare, biobasierte oder vollständig recycelbare Materialien.

Batterie-Beispiel
NIO Battery Swap (https://www.nio.com/de_DE/nio-power/baas-information)

Branchenübergreifendes Beispiel
Philips Lighting-as-a-Service (LaaS), heute angeboten durch das Spin-off Signify (https://www.signify.com/global/signify-services/managed-services/light-as-a-service)

Verzeichnis Modul III – Kapitel 3: Finanzielle Entscheidungsfindung

Lerninhalte

Finanzielle Entscheidungsfindung bietet einen strukturierten Ansatz zur Bewertung zirkulärer Batterieinvestitionen, indem Lebenszykluskosten, Wertschöpfung, Risiken und langfristige Unternehmensleistung berücksichtigt werden.

Themen

  • CAPEX versus OPEX
  • Total Cost of Ownership
  • Restwert
  • Lebenszykluskosten
  • Risikoadjustierter Wert
  • Amortisation
  • Strategische Investitionskriterien

CAPEX versus OPEX
Bewerten Sie, wie zirkuläre Geschäftsmodelle Kosten von einmaligen Kapitalinvestitionen (CAPEX) hin zu laufenden Betriebsausgaben (OPEX) verlagern und dadurch neue servicebasierte Geschäftsmodelle wie Battery-as-a-Service ermöglichen.

Total Cost of Ownership (TCO)
Bewerten Sie alle Kosten, die über den gesamten Lebenszyklus der Batterie entstehen – einschließlich Anschaffung, Betrieb, Wartung, Reparatur, Second Life und End-of-Life-Management –, um fundierte Investitionsentscheidungen zu unterstützen.

Restwert
Schätzen Sie den verbleibenden wirtschaftlichen Wert einer Batterie, ihrer Komponenten oder rückgewonnener Materialien nach der ersten Nutzungsphase, um den Werterhalt zu maximieren und zirkuläre Geschäftsmodelle zu unterstützen.

Lebenszykluskosten
Bewerten Sie die Gesamtkosten über den gesamten Batterielebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Fertigung bis hin zu Betrieb, Second-Life-Anwendungen und End-of-Life-Management –, um die wirtschaftlich nachhaltigste Lösung zu identifizieren.

Risikoadjustierter Wert
Bewerten Sie den erwarteten Wert einer zirkulären Investition unter Berücksichtigung von Unsicherheiten wie Technologieleistung, Marktnachfrage, Rohstoffpreisen, regulatorischen Änderungen und operativen Risiken.

Amortisation
Schätzen Sie den Zeitraum, der erforderlich ist, damit die finanziellen Vorteile einer zirkulären Initiative die ursprüngliche Investition wieder einbringen, und bestimmen Sie deren wirtschaftliche Tragfähigkeit.

Strategische Investitionskriterien
Bewerten Sie zirkuläre Investitionsmöglichkeiten anhand finanzieller, ökologischer, technischer und strategischer Kriterien, um die Ausrichtung an langfristigen Unternehmenszielen und organisatorischer Resilienz sicherzustellen.

Die richtige Balance finden:

Finanzielle Entscheidungsfindung in der zirkulären Batteriewirtschaft geht über kurzfristige Profitabilität hinaus.
Wirksame Investitionsentscheidungen bringen wirtschaftliche Erträge mit Ressourceneffizienz, Resilienz, regulatorischer Compliance und langfristiger Wertschöpfung über den gesamten Batterielebenszyklus hinweg in Einklang.

 

Verzeichnis Modul III – Kapitel 4: Den Business Case für die Führungsebene entwickeln

Die Teilnehmenden lernen, basierend auf der Übung aus Kapitel 3, einen Vorschlag für die Geschäftsleitung zu strukturieren.

 
 
Modul IV – Optimierung der Wertschöpfungskette Verzeichnis Modul IV – Optimierung der Wertschöpfungskette

Materialbezogene Lebenszyklusanalyse und Abfallvermeidung entlang von Produktion, Betrieb und Rückgewinnung

Format: 6 Std. Selbstlernphase

Rolle im Kurs: Bereitet die Teilnehmenden darauf vor, Wertverluste zu diagnostizieren, bevor sie in Modul V ihren Essay zur Kreislaufwirtschaft verfassen.

Kernkompetenz: Die Teilnehmenden können identifizieren, an welchen Stellen der Batterie-Wertschöpfungskette Wert verloren geht, und zirkuläre Maßnahmen vorschlagen, um Wert zu erhalten oder zurückzugewinnen.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 1: Das Gesamtsystem erkennen
  1. Das Gesamtsystem erkennen – Verstehen, wo entlang der Batterie-Wertschöpfungskette Wert entsteht – und wo er verloren geht

    Geschätzte Lernzeit: 60 Minuten

    Lernziele Nach Abschluss dieses Kapitels können die Teilnehmenden:

    • Eine Batterie-Wertschöpfungskette aus einer Systemperspektive statt aus einer Abteilungsperspektive analysieren.

    • Den Unterschied zwischen Prozessoptimierung und Wertschöpfungskettenoptimierung erklären.

    • Die vier miteinander verbundenen Wertströme in Batteriesystemen identifizieren:

    • Material

    • Produkt

    • Information

    • Finanzen

    • Die zentralen Ströme innerhalb eines Batterielebenszyklus abbilden.

    • Erkennen, wo Wert erhalten bleibt und wo er verloren geht.

    Pflichtlektüre (20–30 Min.)

    1. Battery Passport Value Assessment (2024) https://thebatterypass.eu/assets/images/value-assessment/pdf/2024_BatteryPassport_Value_Assessment.pdf
    2. Implementing the EU Digital Battery Passport – CEPS (2024) https://circulareconomy.europa.eu/platform/sites/default/files/2024-03/1qp5rxiZ-CEPS-InDepthAnalysis-2024-05_Implementing-the-EU-digital-battery-passport.pdf
Verzeichnis Modul IV – Kapitel 1 – Teil 1

Stellen Sie sich vor, Ihre Organisation hat den Produktionsabfall um 20 % reduziert.

Macht das Ihre Batterie-Wertschöpfungskette automatisch zirkulärer?

Nehmen Sie sich eine Minute Zeit.

Notieren Sie Ihre Antwort, bevor Sie fortfahren.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 1 – Teil 2

Die versteckte Annahme

Die meisten Organisationen messen Erfolg an der Verbesserung der eigenen Abteilung.

· Der Einkauf verhandelt bessere Preise.

· Die Fertigung reduziert Ausschuss.

· Die Logistik senkt Transportkosten.

· Der Vertrieb steigert den Umsatz.

· Der Service bearbeitet Garantieansprüche.

Jede Abteilung wird effizienter.

Dennoch kann das Gesamtsystem weiterhin enorme Mengen an Wert verlieren.

Warum? Weil das System selbst nie optimiert wurde.

Reflexion:

Welche Abteilung in Ihrer Organisation ist dafür verantwortlich, was mit einer Batterie geschieht, nachdem sie das Werk verlassen hat?

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 1 – Teil 3

Von Prozessen zu Systemen

Traditionelles Management fragt: Wie kann ich meinen Prozess optimieren?

Zirkuläre Führung fragt: Wie können wir den gesamten Lebenszyklus optimieren?

Dieser Perspektivwechsel verändert grundlegend, wie Organisationen Entscheidungen treffen.

Anstatt zu fragen „Wie viel Abfall erzeugen wir?", fragen Führungskräfte „Wo verlieren wir Wert?"

Diese Unterscheidung ist das Fundament zirkulärer Führung (Circular Economy Leadership).

Reflexion: Ist Ihre Organisation auf Wertschöpfung ausgerichtet?

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 1 – Teil 4

Eine Batterie ist mehr als nur ein Produkt

Eine Batterie enthält weit mehr als Materialien.

Jede Batterie enthält:

• kritische Rohstoffe

• eingebettete Energie

• Fertigungswissen

• Ingenieurleistung

• Betriebsdaten

• CO₂-Emissionen

• finanzielle Investitionen

• zukünftiges wirtschaftliches Potenzial

Wenn eine Batterie das Ende ihrer Lebensdauer erreicht, existieren all diese Werte weiterhin.

Die Führungsaufgabe besteht darin, so viele davon wie möglich zu erhalten.

Reflexion:

Welchem dieser Werte widmet Ihre Organisation die größte Managementaufmerksamkeit?

Welchem die geringste?

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 1 – Teil 5

Die vier Wertströme – Zirkulärer Wertstrom

Jedes Batteriesystem besteht aus vier miteinander verbundenen Strömen.

Materialstrom

  • Lithium
  • Nickel
  • Kupfer
  • Graphit
  • Aluminium

Produktstrom

  1. Zelle
  2. Modul
  3. Pack
  4. Nutzungsphase, z. B. Fahrzeug
  5. Second Life
  6. Recycling

Informationsstrom

  • Design
  • Fertigung
  • Batteriepass
  • Gesundheitszustand (State of Health)
  • Wartung
  • Reparatur
  • CO₂-Fußabdruck

Finanzstrom

  1. Investition
  2. Umsatz
  3. Restwert
  4. Rückgewinnungswert
  5. Zukünftiger Umsatz

Kernaussage: Zirkularität scheitert, sobald einer dieser Ströme unterbrochen wird.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 1 – Teil 6

Beispiel

Betrachten Sie zwei Batteriehersteller.

Unternehmen A: Verbessert die Recyclingeffizienz um 15 %.

Unternehmen B: Verlängert die Lebensdauer der Batterie um drei Jahre.

Frage: Welches Unternehmen schafft langfristig mehr Wert?

Pause.

Erklärung

Unternehmen A verbessert eine Stufe.

Unternehmen B verbessert das gesamte System.

Eine verlängerte Nutzungsdauer bewahrt in der Regel mehr wirtschaftlichen, materiellen und ökologischen Wert als die Rückgewinnung von Materialien allein.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 1 – Teil 7

Branchenbeispiel

Redwood Materials, USA: https://www.redwoodmaterials.com/resources/

Redwood baut ein zirkuläres Batterie-Ökosystem auf – nicht bloß ein Recyclingunternehmen.

Das Geschäftsmodell verbindet die Batteriesammlung mit:

  1. Materialrückgewinnung
  2. Raffination
  3. Batteriefertigung
  4. neuen Batterien

Lernpunkt

Das Geschäftsmodell basiert darauf, Wertströme über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu steuern, anstatt Batterien als Abfall zu behandeln.

Reflexion:

Welchen der vier Wertströme verbessert Redwood primär?

Antwort

Alle vier.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 1 – Teil 8

Branchenübergreifendes Beispiel

Caterpillar Remanufacturing

Caterpillar Sustainability Report: https://www.caterpillar.com/en/company/sustainability.html

Caterpillar betrachtet gebrauchte Motoren nicht als Abfall. Stattdessen werden gebrauchte Produkte zu wertvollen Vermögenswerten.

Das Geschäftsmodell beruht auf:

  • Rückwärtslogistik (Reverse Logistics)
  • Inspektion
  • Remanufacturing
  • Qualitätssicherung
  • Kundenvertrauen

Frage: Könnten Batteriepacks auf dieselbe Weise gehandhabt werden?

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 2: Materialien verfolgen

Materialien verfolgen

Materialbezogene Lebenszyklusanalyse und Werterhalt verstehen

Geschätzte Lernzeit: 40–50 Minuten

Zweck dieses Kapitels

Teilnehmende betrachten Materialien oft nur als Inputs für die Produktion.

Zirkuläre Führungskräfte stellen eine andere Frage:

Was geschieht mit jedem Kilogramm Material, nachdem es in unsere Organisation gelangt ist?

Dieses Kapitel lehrt die Teilnehmenden, das Material über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu „verfolgen" und zu erkennen, wo Wert erhalten bleibt – oder verloren geht.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 2 – Teil 1

Modul IV – Kapitel 2 – Teil 1

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor

Ihr Unternehmen kauft jeden Monat 100 Tonnen Batteriematerialien ein.

Am Ende des Monats:

  • Ein Teil der Materialien befindet sich in fertigen Batterien.
  • Ein Teil wurde zu Produktionsausschuss.
  • Ein Teil verbleibt im Lagerbestand.
  • Ein Teil ist beschädigt.
  • Ein Teil wird zurückgesendet.
  • Ein Teil wird zu Abfall.
  • Ein Teil wird zurückgewonnen.

Frage: Können Sie jede Tonne nachweisen?

Notieren Sie Ihre erste Antwort, bevor Sie fortfahren.

Warum Materialien wichtig sind

Eine Batterie ist im Grunde ein temporäres Speichersystem für wertvolle Materialien.

Dazu gehören:

  • Lithium
  • Nickel
  • Kobalt
  • Graphit
  • Kupfer
  • Aluminium
  • Mangan
  • Elektrolytmaterialien
  • Kunststoffe
  • Stahl

Diese Materialien repräsentieren:

  • finanziellen Wert
  • ökologischen Wert
  • geopolitischen Wert
  • strategischen Wert

Wenn Materialien verloren gehen, gehen alle vier Wertformen verloren.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 2 – Teil 2

Materialbezogene Lebenszyklusanalyse (Material Life Cycle Inventory, LCI)

Eine materialbezogene Lebenszyklusanalyse ist ein strukturierter Überblick darüber:

  • Welche Materialien in das System eintreten.
  • Wo sie umgewandelt werden.
  • Wo sie sich ansammeln.
  • Wo sie das System verlassen.
  • Wo sie für künftige Wertschöpfung nicht mehr verfügbar werden.

Anders als ein herkömmliches Inventar hilft eine LCI, folgende Frage zu beantworten:

Wo ist Wert im Material gebunden, und wo geht er verloren?

Erstellen Sie ein einfaches Sankey-artiges Konzept.

 
        Primärmaterialien
                    │
                   ▼
          Zellfertigung
 ┌───────┼─────────┐
 ▼                 ▼                     ▼
Batterie        Ausschuss          Abfall
                    │
                   ▼
          Kundennutzung
                    │
                   ▼
              Reparatur
                    │
                   ▼
             Second Life
                    │
                   ▼
              Recycling
                    │
                   ▼
      Sekundärmaterialien

Materialien tragen versteckten Wert in sich

Denken Sie bitte über das Gewicht hinaus.

Ein Kilogramm Lithium enthält:

  • Abbauaufwand
  • Verarbeitungsenergie
  • Transportemissionen
  • Raffinationskosten
  • geopolitisches Risiko
  • eingebetteten Kohlenstoff
  • eingebettete Arbeitsleistung
  • künftiges Wiederverwendungspotenzial

Daher gilt:

Ein Kilogramm Ausschuss ist nicht nur Abfall – es ist verlorener, eingebetteter Wert.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 2 – Teil 3

Modul IV – Kapitel 2 – Teil 3

Branchenbeispiel – Fertigungsausschuss

Beim Elektrodenbeschichten, Schneiden und der Zellmontage entsteht bei Herstellern Ausschuss.

Lektüre

The International Council on Clean Transportation (ICCT)

Recycling lithium-ion batteries from electric vehicles

https://theicct.org/wp-content/uploads/2023/02/recycling-electric-vehicle-batteries-feb-23.pdf

Frage:

Sollten wir das Recycling von Ausschuss feiern?

Oder sollten wir fragen, warum er überhaupt entstanden ist?

Lernpunkt:

Die Vermeidung von Ausschuss bewahrt in der Regel mehr Wert als sein Recycling.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 3: Die Batterie als Vermögenswert

Kapitel 1 hat vermittelt, das System zu erkennen.

Kapitel 2 hat vermittelt, Materialien zu verfolgen.

Nun wechseln wir bewusst die Perspektive. Kapitel 3 handelt nicht von Materialien.

Es geht um die Batterie als Vermögenswert. Dies ist eine subtile, aber grundlegende Unterscheidung.

Eine Batterie kann weiterhin wertvolle Materialien enthalten, während das Produkt selbst an Wert verloren hat – oder umgekehrt. Führungskräfte müssen beides verstehen.

· Geschätzte Lernzeit: 45–50 Minuten

Lernreise – Leitfrage

Was, wenn die wertvollste Batterie diejenige ist, die niemals recycelt werden muss?

Warum dieses Kapitel wichtig ist

Viele Organisationen denken bei „Kreislaufwirtschaft" sofort an Recycling.

Doch jede recycelte Batterie ist eine Batterie, die aufgehört hat, Wert zu schaffen.

Zirkuläre Organisationen fragen zuerst:

  • Kann das Produkt weiterhin Wert schaffen?

Erst danach fragen sie:

  • Können wir seine Materialien zurückgewinnen?

Dieses Kapitel lehrt die Teilnehmenden, die Batterie als Produkt zu verfolgen – und nicht nur als Ansammlung von Materialien.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 3 – Teil 1

Stellen Sie sich zwei identische Batteriepacks vor.

  • Batterie A wird nach 8 Jahren recycelt.
  • Batterie B wird repariert, weitere 4 Jahre genutzt, anschließend für stationäre Speicherung weiterverwendet, bevor sie schließlich recycelt wird.

Frage

Welche Batterie hat mehr Wert geschaffen?

Pause. Denken Sie nach.

Antwort: „Batterie B"


Produkte haben mehrere Leben

Traditionelles Denken

 
Batterie
↓
Kunde
↓
Abfall

Zirkuläres Denken

 
Batterie
↓
Kunde
↓
Wartung
↓
Reparatur
↓
Upgrade
↓
Wiederverwendung
↓
Second Life
↓
Recycling

Das Ziel ist nicht eine längere Nutzung.

Das Ziel ist ein höherer Wert über die Lebensdauer hinweg.

Es gibt vier Produktlebensdauern – viele Organisationen verwechseln diese.

  • Technische Lebensdauer

Wie lange kann die Batterie physisch funktionieren?

  • Funktionale Lebensdauer

Wie lange erfüllt sie die Bedürfnisse des Kunden?

  • Wirtschaftliche Lebensdauer

Wie lange ist die weitere Nutzung finanziell attraktiv?

  • Regulatorische Lebensdauer

Wie lange ist sie rechtlich zulässig?

Frage

Kann eine Batterie das Ende einer Lebensdauer erreichen, ohne das Ende einer anderen erreicht zu haben?

Antwort: Ja.

Dies erklärt Second Life.

 
Verzeichnis Modul IV – Kapitel 3 – Teil 2

Branchenbeispiele

1 Connected Energy

Lektüre: Connected Energy – Powering a Circular Economy with EV Second-Life Batteries

https://landing.connected-energy.co.uk/hubfs/Whitepapers%20and%20Downloads/PDFs/Powering%20a%20circular%20economy%20with%20EV%20second%20life%20batteries%20-%20Connected%20Energy.pdf

EV-Batterien erfüllen möglicherweise nicht mehr die Leistungsanforderungen im Automobilbereich.

Sie können jedoch weiterhin viele Jahre lang stationäre Energiespeicherung leisten.

Das Produkt ändert seine Funktion, ohne seinen gesamten Wert zu verlieren.

Lernpunkt: Produkte haben oft mehrere Nutzungsleben.

2 Renault

Lektüre: The Future is NEUTRAL

https://www.thefutureisneutral.com/

Diskutieren Sie Renaults Strategie für Batteriereparatur, Remanufacturing und Second-Life-Anwendungen.

Frage: Warum würde Renault in die Verlängerung der Batterielebensdauer investieren, anstatt Batterien einfach zu ersetzen?

Lernpunkt: Restwert, Kundenvertrauen, Ressourcensicherheit, reduzierte Lebenszykluskosten

3 Volvo Battery Passport

Lektüre: Volvo Battery Passport

https://www.reuters.com/business/autos-transportation/volvo-issue-worlds-first-ev-battery-passport-ahead-eu-rules-2024-06-04/

Volvo führt Batteriepässe ein, da die Kenntnis der Produkthistorie hilft, Reparierbarkeit, Restwert, Second-Life-Eignung und Recyclingstrategie zu bestimmen.

Frage: Welche Informationen würden Sie sich vor dem Kauf einer gebrauchten Batterie wünschen?

4 Caterpillar

Lektüre: Caterpillar Sustainability Information

https://www.caterpillar.com/en/company/sustainability.html

Gebrauchte Motoren werden nicht als Abfall betrachtet. Sie werden zu remanufacturierten Vermögenswerten.

Reflektieren Sie: Wie schützt Caterpillar das Vertrauen der Kunden?

Mögliche Antworten:

  • Qualitätssicherung
  • Inspektion
  • Garantie
  • Standardisierung
  • Rückwärtslogistik (Reverse Logistics)
  • Zertifizierung

Frage: Könnten Batteriehersteller ähnliche Praktiken übernehmen?

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 4: Informationen verfolgen

Modul IV – Kapitel 4: Informationen verfolgen

Bisher haben Sie verfolgt:

  • das System (Kapitel 1)
  • die Materialien (Kapitel 2)
  • das Produkt (Kapitel 3)

Nun entdecken Sie, was alles miteinander verbindet: Information.

Dieses Kapitel geht weit über Batteriepässe hinaus. Es geht um Information als Vermögenswert.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 4 – Teil 1

Warum Information zur neuen zirkulären Ressource geworden ist

Geschätzte Lernzeit: 45–55 Minuten

Leitfrage: Wie können Sie entscheiden, ob eine Batterie repariert, wiederverwendet, weiterverwendet oder recycelt werden sollte, wenn Sie ihre Historie nicht kennen?

Nehmen Sie sich eine Minute Zeit.

Notieren Sie Ihre Antwort, bevor Sie fortfahren.

Warum dieses Kapitel wichtig ist

Stellen Sie sich vor, Sie erhalten zwei gebrauchte Batteriepacks.

  • Beide sehen identisch aus.
  • Beide wurden 2026 hergestellt.
  • Beide haben ungefähr das gleiche äußere Erscheinungsbild.

Welches sollte werden zu:

  • einer Second-Life-Batterie?
  • einer reparierten Batterie?
  • einer remanufacturierten Batterie?
  • einer recycelten Batterie?

Ohne Information ist die Antwort unmöglich.

Die Batterie mit den besten Informationen wird oft zur Batterie mit dem höchsten Restwert.

Stellen Sie sich vor, Sie kaufen ein gebrauchtes Auto.

Ein Auto kommt mit:

  • vollständiger Servicehistorie
  • Unfallberichten
  • Wartungsprotokollen
  • Kilometerstand
  • Besitzerhistorie

Das zweite kommt ohne alles.

Beide kosten gleich viel.

Welches würden Sie kaufen?

Genau dasselbe Prinzip gilt für Batterien.

Information schafft Vertrauen.

Vertrauen schafft Wert.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 4 – Teil 2

Modul IV – Kapitel 4 – Teil 2

Produkte reisen, aber Information reist weiter

Eine Batterie kann aufhören zu funktionieren. Ihre Information sollte das nicht.

Die digitale Historie der Batterie sollte fortbestehen durch:

 
Fertigung
↓
Betrieb
↓
Wartung
↓
Reparatur
↓
Second Life
↓
Recycling
↓
Produktion von Sekundärrohstoffen

Informationsstrom

Jede zirkuläre Entscheidung hängt von Information ab.

Information ist daher keine Verwaltung. Sie ist Infrastruktur.

 
Ohne Information
↓
Unsicherheit steigt
↓
Risiko steigt
↓
Wert sinkt

 
Mit Information
↓
Sicherheit steigt
↓
Vertrauen steigt
↓
Wert steigt
Verzeichnis Modul IV – Kapitel 4 – Teil 3

Modul IV – Kapitel 4 – Teil 3

Welche Informationen sind wichtig?

Welche Informationen würden Sie benötigen, bevor Sie eine gebrauchte Batterie kaufen?

Fertigungsinformationen

  • Seriennummer
  • Chemie
  • Produktionscharge
  • Hersteller

Leistungsinformationen

  • Gesundheitszustand (State of Health)
  • Kapazität
  • Innenwiderstand
  • Degradationshistorie

Sicherheitsinformationen

  • Thermische Ereignisse
  • Reparaturen
  • Rückrufe
  • Vorfälle

Nachhaltigkeitsinformationen

  • Rezyklatanteil
  • CO₂-Fußabdruck
  • kritische Rohstoffe

End-of-Life-Informationen

  • Demontageanweisungen
  • Materialzusammensetzung
  • Rückgewinnungsempfehlungen

Kernaussage: Keine einzelne Organisation besitzt all diese Informationen.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 4 – Teil 4

Beispiele

1 Battery Passport

Lektüre: Battery Passport Content Guidance

https://thebatterypass.eu/assets/images/content-guidance/pdf/2023_Battery_Passport_Content_Guidance.pdf

Der Batteriepass schafft keine Zirkularität.

Er ermöglicht Zirkularität.

Der Batteriepass verbindet:

  • Lieferanten
  • OEMs
  • Service
  • Reparatur
  • Second Life
  • Recycling

durch vertrauenswürdige Information.

Diskussionsfrage:

Welche Entscheidungen werden durch Information einfacher?

  • Reparatur?
  • Second Life?
  • Restwert?
  • Compliance?
  • Recycling?

Antwort: Alle davon.

2 Luftfahrt

Flugzeugkomponenten verfügen über vollständige Wartungshistorien.

Jede Reparatur, jede Inspektion, jeder Austausch wird dokumentiert.

Frage: Würden Fluggesellschaften undokumentierte Komponenten akzeptieren? Nein.

Warum? Weil Information Risiko reduziert.

Batteriesysteme entwickeln sich in dieselbe Richtung.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 5: Wertverluste aufspüren

Modul IV – Kapitel 5: Wertverluste aufspüren

Wertverluste diagnostizieren, wo zirkulärer Wert verloren geht

Geschätzte Lernzeit: 50–60 Minuten

Leitfrage: Wenn Sie 10 Millionen € an verborgenem Wert aus Ihrer Organisation zurückgewinnen müssten, ohne die Produktion zu steigern – wo würden Sie anfangen?

Denken Sie darüber nach, bevor Sie fortfahren.

Warum dieses Kapitel wichtig ist

Viele Organisationen glauben zu wissen, wo Abfall entsteht. Nur sehr wenige verstehen, wo Wertverluste entstehen.

Abfall ist nur ein Symptom. Wertverluste können selbst dann auftreten, wenn kein Abfall existiert.

Beispiele:

  • Produkte werden zu früh ersetzt.
  • Informationen sind nicht verfügbar.
  • Komponenten können nicht repariert werden.
  • Batterien können nicht in ein Second Life übergehen.
  • Lieferanten sind nicht vernetzt.
  • Kunden geben Produkte zu spät zurück.
  • Wertvolle Materialien werden herabgestuft.

Die Aufgabe einer zirkulären Führungskraft besteht darin, diese verborgenen Verluste zu diagnostizieren.

Verzeichnis Modul IV – Kapitel 5 – Teil 1

Modul IV – Kapitel 5 – Teil 1

Abfall ist nicht das Problem. Abfall ist eine Folge.

Das Problem ist der Wertverlust (Value Leakage).

Beispiel: Eine nach acht Jahren recycelte Batterie erzeugt möglicherweise keinen Abfall.

Dennoch kann sie Folgendes darstellen:

  • verlorenen Produktwert,
  • verlorenen Serviceumsatz,
  • verlorenen Kundenwert
  • und verlorene Information.

Die Verluste bewerten

1. Materieller Wertverlust

Fragen:

  • Wo gehen kritische Materialien verloren?
  • Wo werden Materialien downgecycelt?
  • Wo entsteht Fertigungsausschuss?
  • Welche Materialien verlassen die Wertschöpfungskette?

Beispiele:

  • Lithiumverluste
  • Produktionsausschuss
  • Export von Schwarzmasse (Black Mass)
  • Rückgewinnung geringer Qualität

2. Produktbezogener Wertverlust

Fragen:

  • Welche Produkte werden zu früh entsorgt?
  • Welche Produkte könnten repariert werden?
  • Welche Produkte könnten in ein Second Life übergehen?
  • Welche Produkte verlieren unnötig an Restwert?

Beispiele:

  • Vorzeitiger Batterieaustausch
  • Kein Remanufacturing
  • Eingeschränkte Reparaturfähigkeit

3. Informationsbezogener Wertverlust

Fragen:

  • Welche Informationen verschwinden?
  • Wo ist die Rückverfolgbarkeit unterbrochen?
  • Welche Entscheidungen können aufgrund fehlender Daten nicht getroffen werden?

Beispiele:

  • Fehlender Gesundheitszustand (State of Health)
  • Fehlende Batteriepass-Daten
  • Unvollständige Wartungshistorie

4. Geschäftlicher Wertverlust

Fragen:

  • Welche Umsatzchancen werden verpasst?
  • Welche Services werden nicht angeboten?
  • Welche zirkulären Geschäftsmodelle fehlen?
  • Welche Kosten könnten vermieden werden?

Beispiele:

  • Kein Battery-as-a-Service
  • Keine Rücknahme (Take-back)
  • Verlorener Serviceumsatz
  • Garantiekosten

5. Beziehungsbezogener Wertverlust

Fragen:

  • Welche Kooperationen fehlen?
  • Welche Lieferanten sind nicht vernetzt?
  • Welche Recycler werden zu spät einbezogen?
  • Welche Kunden erhalten keine zirkuläre Unterstützung?

Beispiele:

  • Kein Reparatur-Ökosystem
  • Kein Partner für Rückwärtslogistik
  • Mangelhafte Zusammenarbeit mit Lieferanten
  • Begrenzte Kundenbindung
Verzeichnis Modul IV – Kapitel 5 – Teil 2

Branchenübergreifendes Beispiel

Michelin

Anstatt Reifen zu verkaufen, verkauft Michelin zunehmend Mobilitätslösungen.

Welcher Wertverlust wird dadurch verringert?

  • Geschäftlicher Wert
  • Kundenbeziehung
  • Information
  • Nutzung von Vermögenswerten (Asset Utilisation)

Lernpunkt: Kreislaufwirtschaft beginnt oft mit der Veränderung von Beziehungen, nicht von Produkten.

 
Verzeichnis Modul V – Die zirkuläre Zukunft meiner Organisation gestalten

Modul V – Die zirkuläre Zukunft meiner Organisation gestalten

Dauer: 14 Stunden (Einzelprojekt)

Fachkompetenz (DQR)

Die Teilnehmenden können die aktuelle Position ihrer Organisation eigenständig analysieren, zirkuläre Chancen identifizieren, eine strategische Umsetzungs-Roadmap entwickeln und einen überzeugenden Business Case für die zirkuläre Transformation der Batterie-Wertschöpfungskette kommunizieren.

Projektaufgabe

Erstellen Sie einen Bericht für die Geschäftsleitung (maximal ca. 10 Seiten) mit dem Titel:

„Den Wandel zu zirkulärer Batteriekompetenz gestalten: Eine Strategie zur zirkulären Transformation für meine Organisation"

Der Bericht sollte zeigen, wie die Konzepte und Werkzeuge des Programms innerhalb der eigenen Organisation der Teilnehmenden (oder, falls erforderlich, eines ausgewählten Batterieunternehmens) angewendet werden können.

Nutzen Sie die in allen vorherigen Modulen (und Kapiteln) durchgeführten Analysen.

Senden Sie Ihren Bericht nach Fertigstellung an den Trainer.

Empfohlene Berichtsstruktur

1. Executive Summary (1 Seite)

Geben Sie einen prägnanten Überblick über:

Organisation

Aktuelle Herausforderung

Vorgeschlagene zirkuläre Chance

Erwarteter Geschäftswert

Wichtigste Empfehlungen

2. Bestandsaufnahme (Current State Assessment)

Beschreiben Sie:

Organisation

Produkte und Dienstleistungen

Position in der Batterie-Wertschöpfungskette

Aktuelle Reife im Bereich Kreislaufwirtschaft

3. Bewertung zirkulärer Chancen

Identifizieren Sie die vielversprechendsten Chancen anhand des R-Frameworks. Zum Beispiel:

Design for Circularity

Battery-as-a-Service

Reparatur

Remanufacturing

Second Life

Closed-loop-Recycling

Beschreiben Sie für die vielversprechendste Chance:

Erwarteten Geschäftswert

Ökologischen Wert

Organisatorische Auswirkungen

4. Entwicklung des Business Case

Nutzen Sie die Methoden aus Modul III und berücksichtigen Sie:

Strategische Begründung

Werttreiber

Finanzielle Überlegungen

Risiken

Stakeholder

Zirkuläre KPIs

5. Optimierung der Wertschöpfungskette

Beschreiben Sie anhand der Methoden aus Modul IV:

Materialströme

Informationsströme

Rückwärtslogistik (Reverse Logistics)

Partnerschaften

Rückverfolgbarkeit

Wertverluste

Optimierungsmöglichkeiten

6. Roadmap zur zirkulären Transformation

Entwickeln Sie eine praxisnahe Umsetzungs-Roadmap.

Vorgeschlagenes Format:

Phase Zeitrahmen Aktivitäten Erwartetes Ergebnis
Phase 1 0–6 Monate    
Phase 2 6–12 Monate    
Phase 3 12–24 Monate    
Phase 4 Über 24 Monate hinaus    

7. Führungsreflexion

Reflektieren Sie Fragen wie:

Welche Annahmen in meiner Organisation müssen sich ändern?

Welche Führungsverhaltensweisen werden am wichtigsten sein?

Welche Hindernisse werden voraussichtlich auftreten?

Wie kann ich organisatorische Unterstützung aufbauen?

Was habe ich persönlich durch dieses Programm gelernt?

Verzeichnis Modul VI – Executive Implementation Coaching

Der Zweck von Modul VI

Die Teilnehmenden haben gezeigt, dass sie die Kreislaufwirtschaft verstehen.

Nun müssen sie zeigen, dass sie Veränderung führen können.

Das Coaching konzentriert sich daher auf die Umsetzung. Nicht auf Theorie.

Übergeordnetes Lernergebnis

Die Teilnehmenden gehen mit einer realistischen Umsetzungsstrategie für ihre eigene Organisation. Das ist das eigentliche Ergebnis des Programms.

Den Vorschlag herausfordern

Dauer: 2 Stunden

Dies ähnelt fast einer Vorstandsprüfung (Board Review).

Kein Coaching.

Herausfordern.

Hinterfragen.

Verfeinern.

Stärken.

Ablauf

1 Präsentation – 20 Minuten

Teilnehmende präsentieren ihren Vorschlag.

Maximal 10 Folien.

2 Diskussion mit Fragen wie

· Warum diese Chance?

· Warum jetzt?

· Warum nicht eine andere Lösung?

3 Systemherausforderung

Wer fehlt?

  • Lieferant?
  • Kunde?
  • Recyclingpartner?
  • IT?
  • Finanzen?
  • Recht?

4 Führungsherausforderung

Wenn Sie morgen zum Circular Economy Director ernannt würden, was würden Sie in Ihren ersten 90 Tagen tun?